| Projektbeschreibung (Call Center) | . |
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Das Image von Call Centern nach innen und außen durch höhere Qualität verbessern |
Betriebliche Beratung im Verbund
Gefördert aus Mitteln des Ziel-3-Programms der EU
und des Landes NRW

Beachten Sie auch den Folienvortrag zum Prozessmanagement
Das Projektziel:
„Was hat die Qualität mit dem Image zu tun“?
Angesichts der aktuellen, z.T. krisenhaften Entwicklung und der verschärften
Wettbewerbssituation im Call Center-Bereich ist die Steigerung von Qualität
eine wichtige „Stellschraube“, um das immer noch recht kritische Image von
Call Centern – nach innen und außen – nachhaltig zu verbessern. Ansonsten
drohen Auftragsverluste sowie anhaltende Probleme bei der Gewinnung und Bindung
von Mitarbeiter/innen.
Dabei reicht es nicht aus, sich allein auf eine gute Gesprächsqualität an der
„Line“ – d.h. nach außen gegenüber dem Kunden – zu konzentrieren. Call
Center müssen vielmehr die Qualität ihrer gesamten
Organisation verbessern, um dieses Ziel zu erreichen. Tragende Säulen für
ein umfassendes und ganzheitliches Qualitätsmanagement im Call Center sind ein
qualitätsorientiertes Personal- sowie Projekt- und Prozessmanagement.
Das Haus der Qualität ist somit auf
zwei Säulen gebaut: Personalmanagement und Prozess- sowie Projektmanagement.

Im Rahmen einer Studie (Januar – März
2003) wurde durch IUK ein Konzept entwickelt (umfassende Informationen finden
Sie auf der CD „Call
Center Images – das Äußere hat mit dem Inneren zu
tun“), das dabei hilft, die interne und externe Qualität von Call Centern zu
erhöhen. Ziel des jetzt angelaufenen Verbundprojektes ist es, den beteiligten
Dortmunder Call Centern diese Ansätze und „best-practise“-Beispiele zugänglich
zu machen und mit ihnen gemeinsam in der Praxis
umzusetzen.
Ein umfassendes Qualitätsmanagement(-system)
bildet den Rahmen bzw. die Klammer für alle qualitätsorientierten Aktivitäten
in Call Centern.
Themen für die Umsetzung:
a) Qualität unter dem
360-Grad-Blickwinkel
Integration von
verschiedenen Sichtweisen bzgl. (Beschäftigte, Kunden, Auftraggeber,
Management) in das unternehmensspezifische Qualitätsverständnis, durch
z.B.
Mitarbeiter-Workshops,
Mitarbeiterbefragungen
Kundenbefragungen
Aufbau eines
systematischen Beschwerdemanagements
b) Auswahl und Implementierung eines Qualitätsmanagement-Konzepts
Anforderungsanalyse
Unterstützung bei der
Auswahl eines geeigneten QM-Konzepts für das Call Center
Unterstützung bei der
Implementierung des QM-Konzepts
2. Personalmanagement
Ein qualitätsorientiertes
Personalmanagement ist eine wichtige „Säule“, um das Image von Call Centern
sowohl nach innen als auch nach außen zu verbessern. Insbesondere in zwei
Bereichen unterstützen wir das Personmanagement: bei der Personalauswahl und
-beurteilung sowie bei der Personalentwicklung.
2.1 Personalauswahl und
-beurteilung
Die professionelle Auswahl und Beurteilung von Mitarbeiter/innen ist eine wichtige Voraussetzung für ein hochwertiges Personalmanagement und die Qualität der Dienstleistung in Call Centern. Das gilt insbesondere für die Auswahl von Teamleiter/innen, da bislang häufig die Maxime vorherrscht: „ein guter Agent ist immer auch ein guter Teamleiter“. Vorhandene Führungsfähigkeiten bzw. -potenziale werden dabei jedoch selten überprüft. Erforderlich sind klare Stellenbeschreibungen bzw. Anforderungsprofile, anhand derer die Mitarbeiterbeurteilung erfolgen kann und die den „Maßstab“ bieten, um eine Personalentscheidung zu fällen.
Themen für die Umsetzung:
a) Entwicklung von
Anforderungsprofilen für die verschiedenen Beschäftigtengruppen (Agents,
Team-, Projektleiter/innen etc.)
Erarbeitung von
Anforderungs- bzw. Kompetenzprofilen als Basis zur Personalauswahl und
-beurteilung
b) Verfahren zur
Mitarbeiterbeurteilung
Bestandsaufnahme und
Bedarfsanalyse
Entwicklung eines
Beurteilungsverfahren (z.B. im Rahmen von Zielvereinbarungen)
Unterstützung bei der
Implementierung des Verfahrens
c) Konstruktion und
Durchführung von Assessment Centern (AC) zur Personalauswahl
Entwicklung und Erprobung
von Assessment Centern
Durchführung von
Beobachterschulungen
Teilnahme an Assessment
Centern als Beobachter/innen
2.2 Personalentwicklung
Die Personalentwicklung in Call Centern ist gekennzeichnet durch die Verwendung verschiedener Ansätze und Instrumente, die in vielen Unternehmen noch nicht systematisch und in Bezug auf die Unternehmensentwicklung umgesetzt werden. Um die Qualität der Arbeit zu erhöhen und den Beschäftigten Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen, sind systematische und kontinuierliche Personalentwicklungsmaßnahmen unabdingbar.
Themen für die Umsetzung:
a) Konstruktion und Erprobung von Development Center (DC): im Unterschied zu
ACs zielen DCs als Entwicklungs-Center darauf ab, die vorhandenen Kompetenzen
z.B. von Führungskräften zu beurteilen, um darauf hin individuelle
Entwicklungspläne zu erarbeiten. Es geht hier also darum, die Beschäftigten
bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Auf diese Weise können z.B.
„high potentials“ ausfindig gemacht und systematisch auf die Übernahme von
Führungsverantwortung vorbereitet werden.
Entwicklung und Erprobung
von Development Centern
Teilnahme an Development
Centern als Beobachter/innen
Durchführung von
Beobachterschulungen
b) Entwicklung von neuen
Karrieremodellen
Bestandsaufnahmen und
Bedarfsanalyse
Erarbeitung von
Entwicklungsplänen
Entwicklung von
alternativen Karrieremodellen (vertikal: z.B. Team- und Projektleitung,
horizontal: z.B. Projekt- oder Kundenverantwortung, Spezialist, Trainer)
3. Projekt- und
Prozessmanagement
Siehe auch Folienvortrag zum Prozessmanagement
Ebenso wie systematisches Personalmanagement ist
eine Verbesserung der Qualität des Projekt- und Prozessmanagements in Call
Centern wichtig, um eine hohe Qualität nach innen und außen zu realisieren. In
vielen Fällen ist das Projektmanagement wenig systematisch und verschiedene
Projekte existieren unverbunden nebeneinander – hier ist die verbesserte Rückkopplung
in die Fachabteilungen ebenso notwendig wie die – (pro)aktive – Einbindung
des Auftraggeber in den Prozess.
Themen für die Umsetzung:
a) Konzept für ein
systematisches Projektmanagement
Bestandsaufnahme und
Bedarfsanalyse
Erarbeitung
unternehmensspezifischer Konzepte, um Projekte systematisch zu managen und
in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber aktiv weiter zu entwickeln.
b) Entwicklung von Projekthandbüchern
Entwicklung von
Projekthandbüchern zur Projektsteuerung (allgemeines Projekthandbuch für
das Unternehmen sowie spezielle Handbücher für die jeweiligen Projekte)
c) Projekt-/Teamleitungstreffen
Einrichtung und Moderation
von regelmäßigen Treffen (inkl. Fallbesprechungen)
Durchführung von Workshops
zum Thema „Projektmanagement“
d) Implementierung von bereichsübergreifenden
„Qualitätszirkeln“
Einrichtung und Moderation
von regelmäßigen Besprechungen des Call Centers mit wichtigen
Fachabteilungen – und ggf. dem Auftraggeber
Durchführung von Workshops
zum Thema „Zusammenarbeit zwischen Call Center und Fachabteilungen“
Zielgruppen: Geschäftsführung,
Management, Mitarbeiter und ggf. Auftraggeber
Beteiligte Unternehmen:
bürotel business center
GmbH
CTD Innovations-Technologie
im Dialog AG
O-TON Call Center Services
OHG
TANDBERG Data GmbH
West Call GmbH & Co. KG
Laufzeit des Projekts:
01. Januar 2004 – 30. April 2005
Verantwortliche Leitung: Sandra
Kremer M.A.