Projektbeschreibung         .

Curriculumentwicklung "Prozessgestalter" 

Das IAT Gelsenkirchen hat im Juli 2000 einen Entwicklungsauftrag für einen größeren Baustein zum Curriculum "Prozessgestalter" an das IUK Institut vergeben.

Hierbei geht es um die Schwerpunkte "Wissen über Organisationen", "Wissen über den Wandel von Organisationen" und "Betriebswirtschaftliches Grundwissen". Explizit sollen hier keine Rezepte vermittelt und kein "one-best-way"-Denken gefördert werden. Vielmehr soll die Fähigkeit zur selbstständigen Analyse und Konzeptentwicklung gefördert werden.

Es geht also um eine selbsttätige Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen aus Organisationstheorie, Soziologie, Psychologie, Arbeitswissenschaft, Betriebswirtschaft, Managementtheorie usw., die im Bereich der Prozessgestaltung eine Rolle spielen. Prozessgestaltungskompetenz impliziert auch die Fähigkeit zur Erarbeitung eigener Konzepte, die sich an den Gegebenheiten des zu gestaltenden Prozesses orientieren. Im Rahmen von Veränderungsprozessen in Organisationen gibt es nicht den richtigen Weg. Jeder Prozess verlangt nach einer individuellen Vorgehensweise, wie auch der/die Prozessgestalter/in sich seine/ihre eigene Arbeitsweise erarbeiten muß. In diesem Zusammenhang erscheint wissenschaftsnahes Arbeiten im Rahmen der Ausbildung zum Prozessgestalter insofern notwendig, als es in der Praxis der Gestaltung von Veränderungsprozessen darauf ankommt, ein Thema bzw. ein Problem in einem begrenzten Zeitraum angemessen zu bearbeiten und eine der Situation angemessene Lösungsstrategie zu entwickeln. Mittels wissenschaftsnaher Arbeit während der Qualifizierung findet eine exemplarische aber eingehende Auseinandersetzung mit verschiedenen vornehmlich theoretischen Zugängen zum Feld der Prozessgestaltung statt. Von diesem Ausgangspunkt aus kann die spätere Praxis reflektiert und über theoretische Zugänge die Praxis erschlossen werden, indem in begründeter Weise eine Anlehnung oder auch Abgrenzung von verschiedenen Grundhaltungen geschehen kann. So spielen das Reflexionsvermögen wie auch die Selbstverantwortlichkeit der Prozessgestalter eine zentrale Rolle. Denn im konkreten Prozess müssen sie vielfach auf sich allein gestellt agieren.

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