Projektbeschreibung         .

Arbeitsschutz

Das mehrjährige Arbeitsschutzprojekt "Stoffbelastungen beim thermischen Spritzen" wurde im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin durchgeführt und 1997 abgeschlossen.

Das thermische Spritzen ist eine auch im industriellen Maßstab eingesetzte Oberflächentechnik zum Aufbringen von Schichtmaterialien auf verschiedene Grundwerkstoffe bzw. Werkstücke, um diese mit bestimmten gewünschten Eigenschaften, z.B. Verschleißfestigkeit oder Korrosionsbeständigkeit, auszustatten. Dazu wird mit Hilfe eines manuellen oder maschinengesteuerten Spritzgerätes ein - häufig metallischer - Werkstoff aufgeschmolzen und als plastische Partikeln mit großer Wucht aus nächster Nähe auf ein Werkstück geschleudert. Dort bleibt ein Teil der Partikel haften und verklammert sich erkaltend mit der Oberfläche des Substrats.

Wie das folgende Schaubild andeutet, werden durch diese Oberflächentechnik aber auch diverse und unter ungeschützten Bedingungen gesundheitsgefährdende Emissionen freigesetzt:

thermsp.gif (8259 Byte)

Sechs unterschiedlich gestaltete Spritzarbeitsplätze wurden auf die Exposition von Beschäftigten gegenüber Stäuben und Gasen untersucht. Außer nickel- und chromhaltigen Werkstoffen wurden Zink, Molybdän, Kupfer sowie ein Lagermetall gespritzt.

Beim Plasmaspritzverfahren in geschlossenen Spritzkabinen mit automatisiertem Werkstückwechsel treten lediglich geringe Belastungen auf (unter 1/10 der einschlägigen Grenzwerte). Deutlich höher sind die Belastungen, wenn die Beschickung der Kabinen von Hand erfolgt. Wird dieses kurz nach einem vorhergehenden Spritzvorgang und ohne persönliche Schutzmittel vollzogen, so ist es leicht möglich, daß die sog. Kurzzeitwertbegrenzungen überschritten werden.

Wird mit dem Flammspritzverfahren an offenen Spritzständen mit Absaugvorrichtungen oder Fenster/Tür-Lüftung   gearbeitet, dann werden die jeweiligen Grenzwerte oft überschritten. Ein geeigneter Atemschutz ist hier beim Spritzen unbedingt zu tragen. In Spritzpausen oder direkt nach einem Spritzvorgang kommt es bei ungeschütztem Aufenthalt im Spritzraum zu extremen Belastungen.

Die festgestellten Belastungen durch Gase (Stickoxide, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Ozon) bleiben vielfach deutlich unterhalb den betreffenden Grenzwerten.

Weitere Informationen erhalten Sie über uns oder in der Broschüre : "Stoffbelastungen beim thermischen Spritzen", herausgegeben von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.