Interkulturelle Trainings      

Trainingskonzept:

Interkulturelle Belegschaft im An- und Ungelerntenbereich:

Sensibilisierung für GruppenleiterInnen und VorarbeiterInnen, SchichtführerInnen und Einrichter

 [Kurzfassung als PowerPoint-Präsentation]

Ausgangssituation:

Kulturell stark gemischte Belegschaften findet man besonders häufig auf Einfacharbeitsplätzen bzw. im An- und Ungelerntenbereich in den Produktionsabteilungen bestimmter Branchen wie der Nahrungsmittel- oder Textilindustrie und in Dienstleistungsunternehmen wie der Gebäudereinigung. Hier sind gelegentlich Beschäftigte aus bis zu 40 Nationen innerhalb einer Abteilung anzutreffen. Was die Arbeit mit einer derart diversen Belegschaft für untere Führungskräfte oft schwierig macht, sind vor allem

Die Folgen: Sowohl für deutsche als auch für ausländische untere Führungskräfte – die in aller Regel selbst zu den niedrig Qualifizierten gehören – stellen die Herausforderungen einer multikulturellen Belegschaft einen außerordentlichen Stressfaktor dar.

Zielgruppen:

Das Trainingskonzept ist für deutsche und ausländische Führungskräfte aus Produktions- und Montageabteilungen sowie aus Dienstleistungsunternehmen entwickelt wie z.B. VorarbeiterInnen und GruppenleiterInnen, Einrichter, Schicht- und KolonnenführerInnen.

Ziele:

Das Training soll helfen,

Es empfiehlt sich, das Training in ein Personalentwicklungskonzept, das explizit auf die fachliche und soziale Kompetenzentwicklung von Niedrigqualifizierten zielt, einzubetten. Dies kann nur in Zusammenarbeit mit höheren Vorgesetztenebenen, z.B. der Werks-, Produktions- oder Montageleitung sowie der Personalentwicklung erfolgen, weil isolierte Trainingsmaßnahmen sonst schnell „verpuffen“ würden. Auch ist die Einführung verbindlicher für das ganze Unternehmen geltender Verhaltensregeln dringend zu empfehlen, um die unteren Führungskräfte nicht immer wieder mit neuen von Fall zu Fall zu lösenden Situationen zu konfrontieren.

Das Training umfasst eine Eingangsanalyse, drei Trainingsblöcke und einen Abschluss-Workshop zur Sicherung und Umsetzung der Lernergebnisse.

A. Analyse der Ausgangssituation im Unternehmen

Methoden:

Dauer / Aufwand: je nach Unternehmensgröße 2 – 3 Tage incl. Vorbereitung und Auswertung der Interviews sowie Aufbereitung der Präsentation

Ergebnis: detailliertes passgenaues Konzept für die Trainings; Erkenntnisse über den Stand der Umsetzung bereits existierender Maßnahmen und Vereinbarungen sowie deren bisherigen Erfolg

B. „Diversity“-Trainings in parallelen Gruppen

Jede Gruppe wird in drei Blöcken zu 1/2 – 1 Tag trainiert. Dabei sollen vorrangig konkrete Fragen und Probleme des Arbeitsalltags im Mittelpunkt stehen.

Block 1: Verständigung im multikulturellen Arbeitsumfeld sichern

Methoden:

  1. auf fachlich-inhaltliche Verständigung zielende Methoden

  2. Brainstorming

  3. Aktivierende Methoden

Dauer / Aufwand: 1 Tag

Block 2: Respekt und Wertschätzung in multikulturellen Arbeitsbeziehungen entwickeln

Methoden:

Dauer / Aufwand: 2 Termine zu je 4 Stunden, alternativ 4 Termine zu je 2 Stunden

Block 3: Ausgleich und Gerechtigkeit schaffen – Basisanforderung in multikulturellen Teams

Methoden:

Dauer / Aufwand: 2 Termine zu je 4 Stunden

Ergebnisse von Teil B: auf Basis des vermittelten Wissens sowie der gemeinsam erarbeiteten Lösungsansätze und Vereinbarungen für die Führungsarbeit in multikulturellen Teams sensibilisierte und vorbereitete untere Führungskräfte

C. Den Transfer planen – die Umsetzung sichern: Abschluss-Workshop

Die Ergebnisse sollen in einem Abschluss-Workshop unter Einbezug der Personalentwicklung und Werksleitung nachhaltig gesichert werden, z.B. durch

Methode: eintägiger moderierter Abschluss-Workshop, nachfolgend halbtägige Präsentation einer Dokumentation und schriftlicher Empfehlungen. (Handbuch als CD-ROM)